Mensch & Wärmehaushalt


Die Körperbetriebstemperatur des Menschen ist 37°C. Hält er sich in höheren Umgebungstemperaturen auf oder leistet er vermehrte körperliche Arbeit, ist der Mensch gezwungen, das Zuviel an Wärme abzugeben. Dazu stehen 3 “Kühlmechanismen” zur Verfügung:

1. Die Wärmeabstrahlung durch Infrarotlicht ist vergleichbar mit der Wärmestrahlung der Sonne oder eines gemauerten Ofens. Diese Form der Wärmeabgabe spüren wir unter unserer eigenen Bettdecke oder bei unmittelbarem Körperkontakt.
2. Die Wärmekonvektion ist das Weiterleiten von Wärme an vorbeigleitende Luftpartikel, wie wir sie im Wind als kühlend empfinden. Dafür hat der Mensch zur künstlichen Nutzung den Fächer oder den Ventilator erfunden.
3. Die Schweißsekretion. Die Absonderung von Wasser auf die Haut zur Verdunstung mit begleitender Entstehung von Verdunstungskälte (Transpiration, Schwitzen).

Die Wärme, welche von den inneren Organen produziert wird (37°C), muss über die Körperoberfläche abgegeben werden. Die kühlsten Stellen sind die Körperspitzen, also Finger und Nasenspitze, sie haben Raumtemperatur, am Rumpf hat der Mensch eine Hauttemperatur von 27 – 28°C.

Die Wärmeregulation erfolgt nach dem “Zwiebelschalen-Prinzip” und passt sich den Umgebungstemperaturen an. Bei überhöhten Temperaturen öffnen sich die Blutbahnen, damit die Wärme an die Oberfläche kann, die Haut wird rot, er Mensch entkleidet sich. Bei erniedrigten Temperaturen, schließen sich die Gefäße, die Haut wird eher weiß oder blau, der Mensch benötigt Bekleidung zum Wärmeschutz.

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